|
Untersuchung der Herzkranzgefäße |
|
|
|
|
08.12.2008 |
Multi-Detektor-Computertomogramm-Angiographie / Koronarangiographie
Welche Methode zur Untersuchung der Herzkranzgefäße ist empfehlenswert? Eine Einengung der Herzkranzgefäße kann je nach Ausprägung zum Herzinfarkt, also zur Verstopfung der Blutgefäße des Herzens führen. Das Ausmaß der Einengung des Blutflusses ist beim akuten Ereignis oder im Rahmen der Vorbeugung entscheidend für die Behandlung.
Bei Verdacht auf eine Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronarien) genügt die Untersuchung durch EKG auch mit Belastung oft nicht. Die optimale Untersuchungstechnik ist die sogenannte Koronarangiographie. Dabei wird ein Katheter von einem großen Blutgefäß aus unter Röntgenkontrolle in die Herzkranzgefäße vorgeschoben und die Weite und die Glattheit der Blutgefäße mit einem röntgendichten Kontrastmittel untersucht. Abweichungen werden dabei gut erkennbar abgebildet. Als Behandlung kommen in Frage: • Aufdehnung der Gefäße durch einen Ballonkatheter („Rohrputzer“) • Offenhalten der Gefäßlichtung durch eine Einlage („Stent“) • Operation mit Ersatz der Koronarien durch vom Patienten (z. B. am Bein) • entnommene kleinere Blutgefäße („Bypässe“) Neuerdings wird auch die Technologie der Computertomographie eingesetzt. Dabei verwendet man einen Computertomographen mit 64 Detektoren („Multidetektortomograph“) und Schnittbildern in 1.5 mm Abstand. Diese Untersuchungstechnik bringt Ergebnisse, die mit der Koronarangiographie verglichen werden können. Sie sind aber der bisher durchgeführten Technik der Koronarangiographie nicht überlegen. Das ist das Resultat einer in U.S.A., Brasilien, Japan und Europa durchgeführten multizentrischen Studie an 291 Patienten, die am 27.November 2008 im New England Journal of Medicine veröffentlicht worden ist. (J.Miller et al. Aus Deutschland beteiligt: Charité Berlin).
|