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Effekt von Statinen nach Schlaganfall |
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07.09.2007 |
Absetzen von Statinen nach Schlaganfall kann das Leben verkürzen
Viele Patienten erhalten nach einem Schlaganfall eine Dauerbehandlung mit den sogenannten Statinen. Dabei handelt es sich um Medikamente, die bei regelmäßiger Einnahme Blutfette senken. Als Statine werden Cholesterin-Synthese-Hemmer bezeichnet. Sie blockieren ein Enzym in der Leber, das für die Bildung von Cholesterin notwendig ist. Außerdem glaubt man, dass die Statine auch das Immunsystem beeinflussen können. Patienten mit erhöhten Blutfettwerten haben ein höheres Risiko von Blutgefäßkrankheiten und erhalten daher oft eine Dauerbehandlung mit Statinen.
Eine am 31. August 2007 veröffentlichte Untersuchung von 631 Patienten, die einen Schlaganfall überlebt hatten, ergab einen wesentlichen Nutzen der Statine. Rund 39 % der untersuchten Patienten hatten innerhalb eines Jahres (die Hälfte davon schon nach dreißig Tagen) die Medikamente abgesetzt. Fast dreimal soviel Patienten starben nach abgebrochener Therapie innerhalb eines Jahres verglichen mit der Zahl der Patienten, welche die Behandlung regelmäßig fortgeführt hatten. Die italienischen Ärzte fanden keine anderen Ursachen für die höhere Sterblichkeit als den Abbruch der Einnahme von Statinen.
Nach dieser Untersuchung ist es empfehlenswert, nach einem überstandenen Schlaganfall eine ärztlich verordnete Behandlung mit den sogenannten Statinen auf keinen Fall abzubrechen.
Die amerikanische Gesellschaft für Herzkrankheiten (American Heart Association) empfiehlt schon seit Jahren die Behandlung von Patienten mit Krankheiten der Herzkranzgefäße, mit Arteriosklerose (Blutgefäßverkalkung) oder mit Diabetes mellitus ( „Zuckerkrankheit“ ) mit den sogenannten Statinen aufgrund früherer klinischer Studien. Übrigens ist der beobachtete Effekt der Statine vom Cholesterinspiegel unabhängig. Natürlich müssen Nebenwirkungen beachtet und durch regelmäßige ärztliche Überwachung frühzeitig erkannt werden, damit gegebenenfalls eine Änderung der Behandlung eingeleitet werden kann.
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