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Wie kommt es zu einer Thrombose oder einer Embolie (Thrombembolie)?

Bei gesunden Menschen ist Blut flüssig und fließt ständig in den Blutgefäßen (Arterien = vom Herzen weg, Kapillaren kleine Endgefäße zwischen Arterien und Venen, Venen = zum Herzen zurück) um die Organe mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Das Blut wird im Kreislauf vorangetrieben durch die Pumpwirkung des Herzens und die Förderung des Rückstroms aus den unteren Gliedmaßen durch die Muskeltätigkeit ("Muskelpumpe").


Blut hat die Fähigkeit aus dem Flüssigen in einen festen Zustand zu wechseln. Man spricht dann von Blutgerinnung. Sie dient der Blutstillung nach Verletzungen von Blutgefäßen, da dadurch das Verbluten verhindert wird.

Thrombose ist "Blutstillung an falscher Stelle". Es kommt dabei nämlich zu krankhafter Blutgerinnung in Arterien, Kapillaren oder Venen ohne äußere Verletzungen. Das behindert den normalen Blutfluss. Thrombosen können Blutgefäße teilweise oder vollständig verschließen. Die Thromben (Blutklumpen) können vom Blutfluss mitgerissen bzw. fortgeschwemmt werden, was dann das Krankheitsbild einer Embolie (Embolus = Stopfen) auslöst.

Ursachen von Thrombosen und Embolien

Das Auftreten von Thrombosen und Embolien ist in allen Blutgefäßen möglich. Man unterscheidet Thromboembolien des Hochdrucksystems der Arterien und Thromboembolien im Niederdrucksystem der Venen sowie der Lungenstrombahn. Thrombosen entstehen durch drei wesentliche Ursachen, die einzeln oder in Kombination auftreten können:

Veränderungen der Blutgefäßwand (Innenwand = Endothel) bei Rauchern, bei Bluthochdruck, als Folge von Diabetes (Zuckerkrankheit) usw.
Veränderungen der Blutzusammensetzung z. B. bei angeborener Thromboseneigung (= Thrombophilie) und
Veränderungen der Blutströmung z. B. bei längerer Ruhestellung des Körpers (durch Fortfall der Muskelpumpe).

 

Folgen von Thrombose oder Embolie

Thromboembolien sind Ursache oder Teilursache von Herzinfarkt, Schlaganfall, Beinvenenthrombose und Lungenembolie.