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Die Legionellose / Lungenentzündung

1976 erkrankten 182 Personen an Lungenentzündung unbekannter Ursache, die an einer Veranstaltung von amerikanischen Veteranen der „American Legion“ in Philadelphia teilnahmen. Von den 182 Fällen starben 29 (16%). Alle hielten sich in dem selben Hotel auf. Es handelte sich nach den Untersuchungen nicht um eine von Person zu Person übertragene Krankheit. Der Zusammenhang war lediglich in der Anwesenheit in dem Hotel zu finden.


1977 konnte ein Bakterium isoliert werden, das die Lungenentzündung verursacht hatte. Es wurde nach den Veteranen benannt: Legionella pneumophila (wörtlich „Lunge liebend“).

1978 fand man heraus, dass das Bakterium in den Wasserbehältern der Kühlanlage des Hotels in Philadelphia lebte. 1980 konnte man feststellen, dass das Bakterium in bestimmten Amoeben (Einzellern) parasitär leben kann. Es handelte sich um die Amoeben der Naegleria und Acanthamoeba spezies. Diese Amoeben leben im Wasser.

Seit 1976 sind eine ganze Reihe von Ausbrüchen der „Legionärspneumonie“ bekannt geworden, z.B. auch auf Kreuzfahrtschiffen. Die „Legionärspneumonie“ ist eine der gefährlichsten Lungenentzündungen, die rasch zum Tod führen kann. Wichtig ist eine rasche Diagnose durch Röntgenbild und Blutuntersuchung und die Wahl eines wirksamen Antibiotikums (Penicillin hilft nicht!).

Die Legionellen können auch im Haushalt vorkommen, wenn das Brauchwasser nicht genügend erhitzt wird.
Es soll darauf geachtet werden, dass das Brauchwasser im Speicher auf 55-60 Grad erhitzt wird.