Niedrig-Molekulares Heparin
Gefahr durch Tinzaparin (INNOHEP°) für Ältere
Zur Behandlung von Gefäßverschlüssen durch Blutgerinnsel (Thrombosen / Embolien) werden blutgerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulatien) eingesetzt. Man unter scheidet bei den dafür eingesetzten Heparinen sogenannte unfraktionierte und niedrig-molekulare ( fraktionierte ) Heparine. Kürzlich musste eine klinische Studie in Europa, welche die Wirkung des niedrig-molekularen Heparins Tinzaparin mit der von unfrak-tioniertem Heparin bei älteren Patienten mit Einschränkung der Nierenfunktion verglich, abgebrochen werden, da in der Tinzaparin-Gruppe eine höhere Sterblichkeit beobachtet wurde. Der Grund für diese Gefahr höherer Sterblichkeit ist noch nicht geklärt. Die amerikanische FDA (Food and Drug Administration) hat daher eine Warnung herausgegeben, das Mittel vorerst nicht bei Patienten über 70 Jahre mit Einschränkung der Nierenfunktion einzusetzen.
Heparine greifen in die Gerinnungsfähigkeit des Blute1 ein. Sie werden üblicherweise aus Schweinedärmen mittels bestimmter Bakterien hergestellt. |
Der Roboter-Arm : neue Hoffnung für Schlaganfallpatienten
Schlaganfälle verursachen häufig bleibende Lähmungen mit starker Beeinträchtigung der Lebensqualität. Das Absterben von Gehirnzellen durch den Schlaganfall führt oft zu ausgeprägten Störungen der Motorik. Langdauernde Rehabilitationsmaßnahmen können bewirken, dass andere Nervenzellen (Neurone) die Funktion übernehmen, die Muskulatur zu steuern. Nicht selten bleiben jedoch dauerhaft erhebliche Einschränkungen der Beweglichkeit.
Erste klinische Untersuchungen mit dem neu entwickelten „Roboter-Arm“ ( u.a. am Klinischen Forschungszentrum des Massachussets Institute of Technology (MIT) und Harvard Rehabilitationszentrum in Boston,U.S.A.) haben gezeigt, dass die Funktion des gelähmten Arms deutlich verbessert werden kann. Die nach Schlaganfällen typisch auftretende Versteifung der Muskulatur konnte ebenfalls gebessert werden.
Am 10.Juli 2007 hat die amerikanische Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) das Gerät zur Behandlung in den U.S.A. unter dem Namen : NeuroRobotic System offiziell zugelassen.
Das leicht tragbare System wird an den gelähmten Arm geschnallt. Es erkennt die elektrische Aktivität in den Muskelzellen, die entsteht, wenn der Patient versucht, seine Muskeln zu aktivieren, über einen Sensor (Elektromyographie = EMG). Die erhobenen EMG-Daten werden zur Steuerung an einen Motor weitergeleitet, der die Bewegung des Armes unterstützt. Das Gerät gibt keine elektrischen Impulse an den Patienten ab. Es ist auch nicht invasiv d.h. es sticht keine Nadel durch die Haut sondern wird nur äußerlich getragen. Nebenwirkungen sind bisher nicht beobachtet worden. Überraschend ist, dass Patienten, die schon seit 10 Jahren nach dem Schlaganfall gelähmt waren, nach Auskunft der behandelnden Ärzte von der An-wendung des NeuroRobotic System profitierten.
Arm gelähmt nach Schlaganfall, was tun?
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Verdacht auf Krebs durch Vitamin B 12 und Folsäure Warnung vor ungezielter Einnahme von Vitamin B 12 und Folsäure
Der Mensch hat einen Bedarf an lebenswichtigen Vitaminen, der durch eine normale Mischkost täglich gedeckt wird. Werden zusätzlich Vitaminpräparate eingenommen, kann es zu einer Anreicherung im Körper kommen. Das ist vor allem bei fettlöslichen Vitaminen der Fall wie z. B. Vitamin A, D und E.
Eine übermäßige Einnahme von solchen Vitaminen kann giftig wirken und schwerwiegende Krankheiten verursachen. Völlig überraschend ist eine Beobachtung, dass eine übermäßige Einnahme von Vitamin B 12 und von Folsäure mit einer höheren Krebsrate einhergehen kann.
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